Original-Artikel: www.st-leonhards-akademie/gesundheit/lachen-macht-gesund.de; Christine Tauer und Frankfurter Rundschau: Wie sich Lächeln auf Schmerzempfinden auswirkt; Sandra Kathe / März 2025

Tipps, die helfen Schmerz vorübergehend zu reduzieren
Schmerz wird in der Medizin definiert als „unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebsschädigung verknüpft ist.“
Dabei ist die Schmerzverarbeitung selbst ein komplexer Vorgang, der über Rezeptoren des Nervensystems ausgelöst und im Gehirn bzw. dem zentralen Nervensystem verarbeitet wird. Neben physischen Aspekten haben auch emotionale Komponenten entscheidenden Einfluss auf das individuelle Schmerzempfinden. Soll heißen: Negative Emotionen können Schmerz verstärken, während positive Emotionen eine schmerzlindernde Wirkung haben können.
Und damit zu einigen Tipps wie man das Schmerzempfinden zumindest temporär bewusst beeinflussen kann:
1. Durch langsames Ausatmen. Durch das langsame Ausatmen entspannt der Körper, der Blutdruck sinkt und das Schmerzempfinden verringert sich.
2. Eine weitere Atem-Technik ist die sogenannte 4-7-8 Technik. Sie besteht darin 4 Sekunden lang einzuatmen, 7 Sekunden lang die Luft anzuhalten und 8 Sekunden lang auszuatmen. Dies aktiviert den Parasympathikus (der Teil des vegetativen Nervensystems, der für rest & digest = Ruhen und Verdauen verantwortlich ist) was sich schmerzreduzierend auswirkt.
3. Lächeln. Und da unser Gehirn nicht unterscheiden kann, ob wir das Lachen nur vortäuschen oder ob wir tatsächlich von Herzen lachen, lohnt es sich sogar dann die Mundwinkel in die Höhe zu ziehen, wenn es uns gar nicht gut geht oder wir gestresst sind. Durch das Lächeln werden bestimmte Muskelgruppen im Gesicht aktiviert, was zur Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen) führt, die sowohl die Herzfrequenz als auch das Schmerzempfinden reduzieren.
4. Der Einsatz von Eis oder Kühlpacks blockiert die Schmerzsignale und betäubt die Nervenenden.
5. Leichten Druck auf die schmerzende Stelle ausüben. Dies lenkt das Gehirn ab und kann helfen Schmerzsignale zu dämpfen.
6. Tiefes Summen beruhigt das Nervensystem, wodurch Schmerz reduziert wird und last but not least:
7. Visualisierung d.h. selbst das sich Vorstellen eines angenehmen Ortes oder Erlebnisses kann Schmerzen reduzieren.
Ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese Tipps bei der nächsten Spritze oder dem nächsten Zahnarztbesuch helfen ein wenig zu entspannen.
Jörg Viehweg – Ihr Heilpraktiker in Hilden mit dem Schwerpunkt Chiropraktik und Osteopathie bei Beschwerden am Bewegungsapparat