Original-Artikel: Rebecca Kapfinger, 05/2024, www.fitnessfirst.de/magazin/ernaehrung/milchalternativen und Elisabeth Jessen, 11/2024 www.abendblatt.de

Kuhmilch oder Pflanzendrinks – Was ist besser?
Jörg Viehweg – Ihr Heilpraktiker für Hilden, Haan, Solingen und Düsseldorf
Früher galt Milch als gesund und gehörte für viele Menschen fest zum Speiseplan: Im Kaffee, im Müsli oder pur. Doch in den letzten Jahren sind Pflanzendrinks wie Hafer-, Mandel-, Soja-, Hanf-, Kokos- oder Erbsenmilch auf dem Vormarsch. Deren Herstellung ist im Prinzip immer gleich. Das Pflanzenmaterial wird gemahlen und in heißem Wasser eingeweicht. Anschließend werden die festen Bestandteile herausgefiltert – übrig bleibt eine weiße, milchige Flüssigkeit.
Doch welche Variante ist denn nun besser? Wie so oft lautet die Antwort: Es kommt darauf an. Im Folgenden finden Sie eine kurze Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Kuhmilch – Der Klassiker
Kuhmilch ist ein bewährter Klassiker, der mit einem hohen Gehalt an Kalzium, Eiweiß und Vitamin B12 punktet – Nährstoffe, die wichtig für Muskeln und starke Knochen sind. Sie kommt ohne künstliche Zusatzstoffe aus, ist in jedem Supermarkt erhältlich und dass zu einem deutlich günstigeren Preis als Pflanzendrinks. Allerdings vertragen viele Erwachsene (in Asien bis zu 80% in Deutschland ca. 15%) den in Kuhmilch enthaltenen Milchzucker nicht, weshalb sie auf laktosefreie Alternativen zurückgreifen. Hinzu kommt, dass die Produktion von Kuhmilch viel Wasser und Land benötigt und Kühe große Mengen Treibhausgase freisetzen. Auch ethische Fragen rund um die Massentierhaltung lassen immer mehr Menschen zu pflanzlichen Alternativ Produkten greifen.
Pflanzendrinks – Die Alternative
Pflanzendrinks sind eine attraktive Alternative für alle, die Milchzucker nicht vertragen oder sich vegan ernähren möchten. Besonders Hafer- und Erbsendrink sind umweltfreundlich, da sie weniger Wasser und Land verbrauchen als Kuhmilch und, da in Europa angebaut, keine weiten Transportwege verursachen. Häufig werden Pflanzendrinks mit Vitaminen und Kalzium angereichert, um ernährungsphysiologisch mit konventioneller Kuhmilch mithalten zu können. Da manche Sorten zusätzlich Zucker, Stabilisatoren oder Aromen enthalten, lohnt es sich die Zutatenliste genau zu prüfen. Auch geschmacklich gibt es große Unterschiede. Die meisten pflanzlichen Milch-Alternativen schmecken leicht süßlich. Außerdem kommt es darauf an, wofür sie verwenden werden, denn in Soßen, Backwaren oder Getränken bemerkt man den jeweiligen Eigengeschmack kaum noch.
Fazit – Was soll man nun trinken?
Wie so oft im Leben gibt kein pauschales „besser“ oder „schlechter“ – die Wahl hängt von persönlichen Vorlieben, Gesundheitsaspekten und Umweltbewusstsein ab. Wer Wert auf ein natürliches, eiweißreiches Produkt legt, ist mit Kuhmilch gut bedient. Wer laktosefrei, vegan oder nachhaltiger leben möchte, findet in Pflanzendrinks eine gute Alternative.
Am besten einfach mal verschiedene Optionen ausprobieren. Vielleicht ist es am Ende gar kein „entweder-oder“, sondern ein Mix aus beidem.
Wer jedoch unter bestimmten Unverträglichkeiten und Allergien leidet, der sollte bei folgenden Milch-Alternativen bitte aufpassen:
Nuss-Allergie (Mandelmilch, Haselnussmilch oder Cashew-Milch)
Soja-Allergie & Birkenpollen-Allergie (Sojamilch)
Gluten-Unverträglichkeit (Dinkelmilch, Haferdrinks und andere Getreidesorten)
Jörg Viehweg – Heilpraktiker und professionelle Ernährungsberatung in Hilden